Kritikpunkte? Keine! – Eine Review zum emotionalsten Film des Jahres ♥ „Die Mitte der Welt“ (+ Verlosung) 🌎

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Wie lange habe ich überlegt, wie ich diesen Blog-Beitrag am besten beginnen kann? Sekunden, Minuten oder vielleicht doch Stunden – nein, um ehrlich zu sein es waren Tage und noch immer fehlen mir die passenden Worte…

Vielleicht kennt Ihr das ja auch, Ihr seid von etwas so sehr begeistert, dass Ihr Angst habt, die Art und Weise wie Ihr über jenes Sujet (ich immer mit meinen gegoogelten Fachbegriffen 😂)  redet, würde dessen Grandiosität nicht im Geringsten wiedergeben und bevor Ihr etwas ‚Falsches‘ sagt, sagt Ihr lieber gar nichts.

Nichts zu sagen, war für mich jedoch keine Option, schließlich bin ich Blogger und es war mein ausdrücklicher Wunsch, über den Film „Die Mitte der Welt“ zu berichten, welcher nun genau diese Sprachlosigkeit bei mir hervorgerufen hat.

Spätestens jetzt sollte euch aber schon einmal klar sein, in welche Richtung sich dieser Blog-Beitrag entwickeln wird und NEIN, ich habe dafür  kein Geld bekommen, bevor  die Frage wieder auftritt (vgl. meinen Blogpost zum „Side Crown Palace“-Hotel), sondern bin – wie immer – total ehrlich zu euch!

Das einzige was ich bekommen habe, waren zwei Freikarten fürs Kino, die ich gleich am vergangenen Freitag mit meiner besten Freundin Sophia eingelöst habe.

Aber bevor ich noch als Blogger wahrgenommen werde, der nicht auf den Punkt kommt (huch, werde ich das in etwa schon? 😂), fange ich einfach mal mit den Kritikpunkten an. Zumindest die sollten doch kein Problem sein…

Imaginärer Interviewer: Fabian, frei Schnauze heraus – was hat dir an „Die Mitte der Welt“ überhaupt nicht gefallen?
Ähm,… Nun ja,… Ich weiß nicht so recht, … – nichts? Oh, nein, oh, nein – schon wieder fehlen mir die Worte. Aber halt, was wenn es gar keine Kritikpunkte gab? Es scheint so… …zumindest fallen mir keine ein… Nein, ich weiß… es gab wirklich keine!

Imaginärer Interviewer: Ok, das lasse ich ausnahmsweise mal durchgehen. Und was hat dir am besten gefallen?
Erneut, eine schwierige Frage, in der Tat eine sehr, sehr schwierige Frage… Nun ja, da waren diese, und dann noch, aber halt… nicht zu vergessen jene… und – uh, du siehst schon, es war einfach alles … – ich kann mich nicht entscheiden, sorry!

Imaginärer Interviewer: Vielleicht fällt es dir ja so leichter, zähle alles auf was du, an dem Film mochtest – also eigentlich … ja, eigentlich alles!
Gut, damit kann ich leben, sehr gut leben sogar. Es fing schon an mit dem Einstieg. Da waren diese Bilder, diese sehr, sehr vielen Bilder. Ich weiß nicht genau wie viele, ich weiß nicht genau von was allem, aber ich kann mich erinnern, dass da diese Familien waren, diese Gärten und diese Spießigkeit – ja, überall diese Spießigkeit und dann war da dieser Phil (Louis Hofman), der meinte, er sei nicht anders als die anderen, nur vielleicht etwas schwuler.

Und schon waren wir mittendrin, mittendrin im Geschehen: Phil ein Junge in meinem Alter, der zusammen mit seiner Zwillingsschwester Dianne (Ada Philine Stappenbeckbei) bei seiner ebenso verrückten Mutter Glass (Sabine Timoteo) wohnte und sich nicht nur unsterblich in seinen neuen Mitschüler Nicholas (Jannik Schümann) verliebte, sondern im Laufe des Dramas auch ein angespanntes Verhältnis zu seiner Familie aufbaute,  begab sich auf die Suche nach seinem verschwundenen Vater und nach der Mitte seiner Welt…

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In „Die Mitte der Welt“ kommen sich Nicholas (Jannik Schümann) und Phil (Louis Hofman) immer näher, doch es ist nicht alles Gold, was glänzt…

Ich möchte bewusst nicht zu viel über den Film verraten, denn das ist  genau das, was mir an  „Die Mitte der Welt“ mit am besten gefallen hat: Die Tatsache, dass er überhaupt nicht vorhersehbar war. Zu keiner Zeit wusste man, was als nächstes geschehen wird und während man von dem zurückliegenden Ereignis noch vollkommen baff war, stand schon die nächste Überraschung vor der Tür.

Sollte „Die Mitte der Welt“ demnächst mit einem   „Oscar“ ausgezeichnet werden, was meiner Meinung nach mehr als verdient wäre (!), und dürfte ich ganz zufällig (😉) die Rede bei der Award-Übergabe halten, würde diese in etwa wie folgt lauten:

Der Zuschauer wird [in die „Die Mitte der Welt“]  von Louis Hofmann, der die Rolle des Phils übrigens exzellent verkörpert hat, auf eine hochemotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen und erlebt die Höhen und Tiefen eines gewöhnlichen Teenager-Lebens hautnah mit. Er erhält einen Einblick darauf, wie wunderschön und grausam zugleich die erste große Liebe sein kann, wie aus ehemals besten Freunden erbitterte ‚Feinde‘ werden können und wie wichtig in genau diesen Zeiten der Rückhalt der Familie ist.

Mit „Die Mitte der Welt“ haben Andreas Steinhöfel, der den gleichnamigen Roman zum Film bereits 1998 (!) erstmals veröffentlichte, sowie Jakob M. Erwa, der Regisseur des Kinostreifens, ein Meisterwerk geschaffen, das Jugendlichen nicht nur Werte wie Akzeptanz und Toleranz vermittelt, sondern auch zeigt, worauf es im Leben wirklich ankommt .

„Die Mitte der Welt“ steckt darüber hinaus voller inspirierender Aphorismen und Gleichnissen, aus denen man Kraft für sein eigenes Leben schöpfen kann. So erzählt Tereza (Inka Friedrich), die ein sehr enges Verhältnis zu der Familie von Glass pflegt, Phil beispielsweise von einem großen Haus mit vielen Zimmern, das sinnbildlich für sein Leben steht. (Diese Metapher, welche ungelogen die berührendste  ist, die ich je gehört habe, wird gegen Ende dieses Blog-Beitrags wiedergegeben.)

„Die Mitte der Welt“ ist zusammengefasst ein Prachtexemplar, das seinesgleichen sucht. Ich habe größten Respekt vor der Leistung von Jakob M. Erwa, allen Schauspielern und allen anderen, die an diesem Filmprojekt beteiligt waren und verneige mich in Hochachtung vor ihnen!

Ladies and Gentleman, and the „Oscar“-Award for „Best Picture“ 2017 goes to… „Center Of My World“. Congratulations!

Auch wenn ich stark auf einen zweiten Teil hoffe, denke ich kaum, dass der jetzige noch zu übertreffen ist! Momentan bin ich aber sowieso noch völlig überwältigt von dem, was ich am 18. November 2016 im Dietrich-Theater  Neu-Ulm gesehen habe. Well done, Jakob! 🏆👍👏

Wenn Ihr nun gar nicht mehr anders könnt, als euch den Film selbst anzusehen – was Ihr natürlich unbedingt tun solltet! 😜 – habe ich eventuell etwas für euch: In Zusammenarbeit mit der betreuenden PR-Agentur „VOLL:KONTAKT“ verlose ich 2 x 2 Freikarten für „Die Mitte der Welt“ sowie für alle Leseratten 2 x das Buch zum Film.

Um an der Verlosung teilzunehmen, müsst Ihr einfach ein Foto von euch unter dem #dmdwxbrizzio auf Instagram posten, auf dem ersichtlich wird, was für euch persönlich „Die Mitte der Welt“ ist. Gerne dürft Ihr mich hierbei auch verlinken @brizziomaraj!

Teilnahmeschluss ist am 2. Dezember 2016 – ich wünsche euch allen viel Glück! 🍀

Die Gewinner werden am 3. Dezember 2016 unter ihren Fotos von mir benachrichtigt. 

Hier noch – wie angekündigt – das schönste Gleichnis, das ich je gehört habe…:

Tereza: Stell dir das Leben vor wie ein großes Haus mit vielen Zimmer, Phil. Einige dieser Zimmer sind leer, andere voller Gerümpel. Manche sind groß und voller Licht, und wieder andere sind dunkel, sie verbergen Schrecken und Kummer. Und ab und zu — nur ab und zu, hörst du? — öffnet sich die Tür zu einem dieser schrecklichen Zimmer und du musst hineinsehen, ob du willst oder nicht. Dann bekommst du große Angst, so wie jetzt. Weißt du, was du dann tust?

[Phil schüttelt den Kopf.]

Dann denkst du daran, dass es dein Leben ist — dein Haus, mit deinen Zimmern. Du hast die Schlüssel, Phil. Also schließt du die Tür zu diesem schrecklichen Zimmer einfach zu.

Phil: Und dann werfe ich den Schlüssel weg!

Tereza: Nein, das darfst du nicht tun, niemals! Denn eines Tages spürst du vielleicht, dass nur durch dieses schreckliche Zimmer der Weg in einen größeren, schöneren Teil des Hauses führt. Und dann brauchst du den Schlüssel. Du kannst deine Angst für eine Weile aussperren, aber irgendwann musst du dich ihr stellen.

Phil: Wenn ich größer bin?

Tereza: Größer und mutiger, mein Kleiner. Und vielleicht auch nicht mehr allein.

… sowie der Trailer zum Film:

Bildquellen: © Universum Film
Textquelle (Gleichnis): https://www.goodreads.com/author/quotes/655104.Andreas_Steinh_fel